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  • Deutschland sucht die Superfrage

    Bundeskanzler ist derzeit vermutlich kein Beruf, bei dem wegen des Bewerberandrangs zusätzliche Stühle in den Flur gestellt werden müssen. Wer Deutschland in den kommenden Jahren regiert, übernimmt jedenfalls keinen Wellnessbetrieb. Wirtschaft, Infrastruktur, Energie, Staatsfinanzen und Demografie liefern genügend Arbeit für mehrere Amtszeiten. Und über erstaunlich vielen Lösungsvorschlägen schwebt zuverlässig derselbe Satz: Dafür haben wir kein Geld.

    Vielleicht lohnt es sich deshalb, nicht sofort nach der nächsten Antwort zu suchen. Vielleicht brauchen wir zunächst eine bessere Frage. Eine einzige, sehr einfache Frage, deren richtige Antwort den Blick auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten unseres Landes grundlegend verändert.

    Eine Frage, die ein Bundeskanzler beantworten können sollte.

    Seine Wähler allerdings auch.

    Wie hoch ist das Geldvermögen der Welt?

    Bitte einen Moment nicht weiterlesen. Hundert Billionen? Fünfhundert Billionen? Eine Billiarde?

    Die Antwort ist erfreulich übersichtlich:

    Null.

    Nicht ungefähr null. Nicht nach irgendeiner besonderen Wirtschaftstheorie null. Nicht links null und rechts etwas anderes. Einfach null.

    Denn Geldvermögen können positiv oder negativ sein. Was für den einen eine finanzielle Forderung ist, ist für einen anderen eine Verbindlichkeit. Ein Mensch kann deshalb ein großes positives Geldvermögen besitzen, während ein anderer verschuldet ist. Dasselbe gilt für Unternehmen, Staaten und ganze Volkswirtschaften.

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  • Kant³ – die neue Aufklärung (kant3.de)

    Habe den Mut, dich auch bei gesellschaftlichen Fragen deines Verstandes zu bedienen.

    Das mag dem einen oder anderen zunächst ziemlich blöd vorkommen. Schließlich dürften fast alle erwachsenen Menschen davon überzeugt sein, dass sie genau dies längst tun.

    Wir wollen in diesem Beitrag eine etwas unangenehmere Möglichkeit untersuchen: Vielleicht tun wir es erstaunlich häufig gerade nicht. Und damit meinen wir nicht nur die anderen, nicht nur Menschen aus dem jeweils anderen politischen Lager und auch nicht irgendwelche vermeintlich Ungebildeten. Wir meinen uns alle – oder zumindest fast alle.

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  • Hegel – der neue Zeitgeist (hegel.info)

    Unsere Gesellschaft hat sich daran gewöhnt, in Gegensätzen zu denken. Links oder rechts. Markt oder Staat. Kapital oder Arbeit. Freiheit oder Sicherheit. Ökologie oder Ökonomie. Gut oder böse. Wir suchen nach der richtigen Seite – und wenn wir sie gefunden haben, versuchen wir, die andere zu besiegen.

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  • Wokisto, Hegel und die Antithesen für Deutschland (AfD)

    Die AfD ist die Partei gewordene Antithese zur 68er-Republik.

    Deren untergehenden Zeitgeist habe ich Wokisto getauft. Denn er ist das perfekte Gegenstück zu Mephisto aus Goethes Faust.

    Mephisto beschreibt sich als:

    „Ein Teil von jener Kraft,
    die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“

    Das beschreibt im Prinzip sogar die unsichtbare Hand des Marktes, genauer das klassische Konkurrenzparadoxon: Der Einzelne verfolgt seinen eigenen Vorteil – und gerade daraus kann ein gutes Ergebnis für das Ganze entstehen.

    Für Wokisto passt nun das Gegenteil:

    „Ich bin ein Teil von jener Kraft,
    die stets das Gute will und Böses schafft.“

    Damit ist das Elend von Wokisto-Land eigentlich schon hinreichend beschrieben. Alles ist gut gemeint. Aber immer weniger ist gut gemacht. Und irgendwann genügt die gute Absicht nicht mehr, wenn die Ergebnisse nicht stimmen.

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  • Alle Menschen sind korrupt. Machen wir etwas daraus.

    Ich möchte Sie für eine Idee begeistern: Machen wir unseren Frieden mit dem grundsätzlich korrupten Menschen.

    Natürlich provoziert der Begriff. Korruption bezeichnet normalerweise Eigennutz, der Regeln verletzt und deshalb gesellschaftlich geächtet oder sogar strafbar ist.

    Aber genau diese enge Definition verstellt vielleicht den Blick auf das viel größere Problem.

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  • Deutschland neu erfinden – eine Patentlösung – Deutschland-Patent.de

    Nun, Deutschland erstickt in Problemen. Es wird sich grundlegend neu erfinden müssen. Da werden mir die meisten zustimmen. Die Frage ist nur: Wie macht man das denn?

    Dabei gibt es eine merkwürdige Diskrepanz.

    Der Stand der Technik entwickelt sich mit atemberaubender Geschwindigkeit weiter. Maschinen, Computer, Medizin, Energieversorgung – fast überall erleben wir einen technischen Fortschritt, der sich inzwischen eher noch beschleunigt.

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  • Frieden ist denkbar – durch Legitimierung der Antithese

    Der anhaltinische Denkzettel kann Ihr Leben retten

    Viele Menschen im Westen sehen in der Wahl in Sachsen-Anhalt vor allem eine Gefahr. Ich möchte Ihnen eine andere Möglichkeit erläutern: die enorme Chance, welche die Abwahl eines alten Zeitgeistes mit sich bringen könnte.

    Die Anhaltiner haben aus ihrem Wahlzettel einen Denkzettel gemacht. Und vielleicht sollten wir dieses schöne deutsche Wort diesmal ganz wörtlich nehmen: als Denk-Zettel. Als Aufforderung, noch einmal nachzudenken, bevor wir Dinge tun, die sich möglicherweise nicht mehr rückgängig machen lassen.

    Das betrifft zuallererst unseren Frieden.

    In der Wahrnehmung der russischen Führung befinden wir uns mittlerweile auf einem gefährlichen Konfrontationskurs mit Russland. Wer diese Wahrnehmung kennenlernen möchte, sollte sich das aktuelle Gespräch von Ben Berndt mit dem russischen Botschafter Sergej Netschajew anhören.

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  • Kaufwirtschaft – am Anfang war die Schuld

    Ein Manifest für ein anderes Verständnis des Kapitalismus

    Vielleicht haben Sie sich schon einmal gewundert, warum Ökonomen zu unseren großen wirtschaftlichen Problemen so erstaunlich wenig Sinnstiftendes beizutragen haben. Hier könnte die Erklärung liegen:

    Sie schauen auf die falsche Zeichnung.


    Das Grundparadigma der Ökonomik ist bis heute die Tauschwirtschaft. In seiner reinen Logik beschreibt dieses Modell eine Selbstversorgerwirtschaft. Der eine produziert Kartoffeln, der andere Fische. Was beide von ihrer Subsistenzproduktion nicht selbst benötigen, bringen sie auf einen Markt und tauschen es dort. Weil das mit Kartoffeln und Fischen etwas umständlich ist, wird irgendwann noch eine Art Geldding als Universaltauschgut eingeführt.

    Fertig ist das Grundmodell der Geldwirtschaft.

    Kurioserweise gibt es nicht einmal gute historische Belege dafür, dass diese schöne Geschichte jemals die wirtschaftliche Realität unserer Vorfahren beschrieben hätte. Anthropologen wie David Graeber haben darauf hingewiesen, dass die gern erzählte Entwicklung von der ursprünglichen Tauschwirtschaft über das Geld zum Kredit historisch nicht nachweisbar ist.

    Aber wir müssen gar nicht in die graue Vorzeit schauen. Es genügt, die Gegenwart zu betrachten.

    Wir sind keine Subsistenzler. Wir produzieren nicht unsere Lebensmittel, Häuser, Autos und Heizungen selbst und treffen uns anschließend auf einem Markt, um unsere Überschüsse zu tauschen. Wir kaufen Leistungen Dritter – das sind unsere Ausgaben. Und wir verkaufen Leistungen an Dritte – daraus entstehen unsere Einnahmen.

    Teilweise ist der Staat dazwischengeschaltet. Das macht die Leitungen länger, ändert aber nichts am Grundprinzip:

    Wir kaufen und wir verkaufen.

    Das ist keine Theorie. Das ist überprüfbare Realität.

    Wir leben in einer Kaufwirtschaft.

    Das Tauschmodell hat die Zeit vergessen

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  • Haltokratie

    Warum eine Haltungsdemokratie nicht leistungsfähig und am Ende sogar gefährlich ist

    Viele Menschen sind mit den Leistungen unseres politischen Personals nicht sonderlich zufrieden. Man muss sich nur gelegentlich die Beliebtheitswerte führender Politiker anschauen. Andere zweifeln an der Leistungsfähigkeit unserer Institutionen. Und längst beschränkt sich dieses Unbehagen nicht mehr auf die Politik. Unternehmen kämpfen mit Bürokratie und Kosten, Infrastruktur und Digitalisierung kommen nur mühsam voran, und bei Forschung, Innovation und internationaler Wettbewerbsfähigkeit schauen wir immer häufiger etwas neidisch auf andere Teile der Welt.

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  • Wir holen uns unseren Verstand zurück

    „Wir holen uns unser Land zurück!“ – diese Formel baut Ulrich Siegmund in seine politische Vision für Sachsen-Anhalt ein.

    Ich kann verstehen, dass viele Menschen darin Hoffnung sehen. Und ich kann genauso verstehen, dass andere darin etwas Bedrohliches hören.

    Deshalb möchte ich eine andere Vision vorschlagen. Eine, bei der uns ausgerechnet der Ulli vielleicht sogar helfen könnte:

    Wir holen uns unseren Verstand zurück.

    Denn wer es schafft, für einen Moment jenseits der politischen Lager zu denken, kann etwas eigentlich Banales erkennen: Wir haben nicht zu wenige politische Ideen in diesem Land. Wir haben zu viele davon in feindliche Lager sortiert.

    Viele Alternativen für Deutschland

    Selbst die extreme Linke beschäftigt sich mit einem realen Problem: Ein Kapitalismus, dessen Gewinn- und Investitionsmöglichkeiten strukturell unter Druck geraten, kann enorme politische und ökonomische Spannungen erzeugen. Ich komme bei den Ursachen und erst recht bei den Lösungen zu ganz anderen Ergebnissen. Aber deshalb muss ich doch nicht so tun, als hätte die Kapitalismuskritik keine berechtigten Fragen.

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