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  • Wir holen uns unseren Verstand zurück

    „Wir holen uns unser Land zurück!“ – diese Formel baut Ulrich Siegmund in seine politische Vision für Sachsen-Anhalt ein.

    Ich kann verstehen, dass viele Menschen darin Hoffnung sehen. Und ich kann genauso verstehen, dass andere darin etwas Bedrohliches hören.

    Deshalb möchte ich eine andere Vision vorschlagen. Eine, bei der uns ausgerechnet der Ulli vielleicht sogar helfen könnte:

    Wir holen uns unseren Verstand zurück.

    Denn wer es schafft, für einen Moment jenseits der politischen Lager zu denken, kann etwas eigentlich Banales erkennen: Wir haben nicht zu wenige politische Ideen in diesem Land. Wir haben zu viele davon in feindliche Lager sortiert.

    Viele Alternativen für Deutschland

    Selbst die extreme Linke beschäftigt sich mit einem realen Problem: Ein Kapitalismus, dessen Gewinn- und Investitionsmöglichkeiten strukturell unter Druck geraten, kann enorme politische und ökonomische Spannungen erzeugen. Ich komme bei den Ursachen und erst recht bei den Lösungen zu ganz anderen Ergebnissen. Aber deshalb muss ich doch nicht so tun, als hätte die Kapitalismuskritik keine berechtigten Fragen.

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  • Morgen besiegen wir Russland und übermorgen retten wir den Rest der Welt

    Wie Wunschdenken einem ganzen Land den Verstand rauben kann

    Ich frage mich manchmal, ob es nicht selbst ein wenig größenwahnsinnig ist, gegen den Untergang dieses Landes anzuschreiben. Vielleicht hat mich das deutsche Wunschdenken längst selbst erfasst.

    Dabei muss ich manchmal an Udo Lindenbergs alten Song „Kleiner Junge“ denken. An den Mann, der am Ende in die Psychiatrie eingeliefert wird und noch immer davon überzeugt ist, nicht er sei verrückt, sondern die anderen. Und nun sitze ich hier und behaupte im Grunde etwas ganz Ähnliches:

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  • Natürlich will das Volk keinen Krieg

    Wie man Menschen dazu bringt, etwas zu tun, das sie eigentlich gar nicht wollen

    „Natürlich will das Volk keinen Krieg.“

    So beginnt eine der bemerkenswertesten Äußerungen, die uns aus der unmittelbaren Umgebung der Nürnberger Prozesse überliefert sind. Ihr Urheber macht die Beschäftigung damit zunächst unangenehm: Hermann Göring, einer der führenden Nationalsozialisten und später vom Internationalen Militärgerichtshof als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt.

    Aber eine Aussage wird nicht dadurch falsch, dass ein Verbrecher sie ausgesprochen hat. Vielleicht sollten wir sogar besonders aufmerksam zuhören, wenn jemand, der an einem verbrecherischen Herrschaftssystem an führender Stelle beteiligt war, anschließend beschreibt, wie Menschen dazu gebracht werden können, einen Krieg mitzutragen, den sie selbst eigentlich gar nicht wollen.

    Denn Göring beschreibt hier aus meiner Sicht nichts anderes als eine Methode der Manipulation. Und wenn diese Methode tatsächlich funktioniert, könnte es für unser Überleben wichtiger sein, sie zu verstehen, als ihren Urheber einfach nur zu verachten.

    Googeln Sie diesen Satz einmal


    Wenn Sie Zweifel haben, ob das Zitat echt ist, machen Sie etwas sehr Vernünftiges: Prüfen Sie es selbst. Geben Sie einfach „Natürlich will das Volk keinen Krieg“ in eine Suchmaschine ein.

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  • Warum Haltung nicht die Wege bestimmen sollte

    Der ungehobene Erfahrungsschatz der Ossis – Haltungsschaden.info

    Viele Menschen sind angesichts aktueller Wahlprognosen enttäuscht von den Ostdeutschen. Da wurde nach der Wiedervereinigung über Jahrzehnte investiert, Infrastruktur erneuert und wurden enorme Summen in den Aufbau Ost gesteckt – und ausgerechnet dort wenden sich heute besonders viele Menschen von den etablierten Parteien ab.

    Was für ein undankbares und offenbar auch noch politisch minderbemitteltes Volk, diese Ossis, könnte man denken.

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  • Anwendungsbeispiel Ebenentrennung

    Links ist hoffentlich bald vorbei

    Ein Experiment: Kann eine maximal politische Aussage gleichzeitig wahr und falsch sein?

    Dieser Beitrag ist ausdrücklich kein Plädoyer für links oder rechts. Er ist der Versuch, an einer bewusst emotional gewählten Aussage zu zeigen, wie Ebenentrennung funktioniert.

    Vielleicht haben Sie beim Lesen der Überschrift bereits zugestimmt. Vielleicht haben Sie sich geärgert. Vielleicht haben Sie den Autor schon politisch einsortiert.

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  • Die Relativitätstheorie der gesellschaftlichen Wahrheit

    Jede Aussage über Mensch und Gesellschaft ist gleichzeitig wahr und unwahr – solange ihre Bezugsebene nicht genannt ist.

    Das klingt absurd, denn wir sind gewohnt, gesellschaftliche Aussagen in zwei Kategorien einzuordnen: richtig oder falsch. Doch was, wenn genau darin ein wesentlicher Teil unseres Problems liegt?

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  • Creating Peace – with Philosophical Weapons

    The “Synthesis of Everything” as the Peaceful Zeitgeist of the Synergy Transition

    “The truth is the whole.” This sentence by Hegel could become the guiding principle of a new zeitgeist.

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  • Frieden schaffen – mit philosophischen Waffen

    „Die Synthese von Allem“ als friedlicher Zeitgeist der Synergiewende

    „Das Wahre ist das Ganze.“ Dieser Satz Hegels könnte zum Leitgedanken eines neuen Zeitgeistes werden.

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  • Nettoinvestition.info

    Nettoinvestition = Null – brauchen wir wieder Krieg?

    Jörg Buschbeck · 9. August 2026

    Kapitalismus ist das hochproduktive arbeitsteilige Wirtschaftssystem, in dem vorrangig Unternehmer gegen Gewinnaussichten das Risiko der Vorfinanzierung von Einkommen tragen. Es basiert auf in Eigentum vollstreckbaren Vertragsschulden.

    Warum übernehmen Unternehmer dieses Risiko? Weil sie einen Zuwachs ihres Vermögens erwarten. Ohne Gewinnaussichten implodiert deshalb das System.

    Woher aber kann der Vermögenszuwachs aller Unternehmen in Summe kommen? Dafür genügt zunächst eine einfache Vermögensgleichung:

    Gesamtvermögen = Realvermögen + Geldvermögen


    Der Zuwachs des Realvermögens ist die Bruttoinvestition abzüglich des Wertverzehrs des bereits vorhandenen Kapitalstocks, also der Abschreibungen:

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  • Friedliche Intelligenz

    – wenn technische Intelligenz friedliche Intelligenz erzwingt

    Die Menschheit steht möglicherweise vor einem grundlegenden Missverhältnis: Unsere technische Fähigkeit, Konflikte auszutragen, wächst schneller als unsere gesellschaftliche Fähigkeit, Konflikte zu lösen. Dieses Problem begann nicht mit künstlicher Intelligenz. Spätestens mit der Entwicklung von Atomwaffen wurde offensichtlich, dass technischer Fortschritt einen Punkt erreichen kann, an dem die traditionelle Fortsetzung eines politischen Konflikts mit militärischen Mitteln für alle Beteiligten existenzgefährdend wird. Künstliche Intelligenz könnte dieses Missverhältnis noch einmal erheblich verschärfen. Nicht deshalb, weil KI zwangsläufig Krieg führt, sondern weil immer leistungsfähigere technische Systeme die Möglichkeiten menschlichen Handelns vergrößern – und damit auch die möglichen Folgen menschlicher Fehlentscheidungen und eskalierender Konflikte.

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