
Die Welt erfolgreich reparieren
Meine Leidenschaft gehört der Fehlersuche.
Früher habe ich Maschinen repariert. Heute entwickle ich Produkte, die die Defizite einer offenkundig unperfekt konstruierten Energiewende beheben sollen.
Reparieren ist im Grundsatz einfach:
Man sucht einen Fehler und stellt ihn ab.
Umso irritierender ist, dass ausgerechnet die Gesellschaftswissenschaften bis heute daran scheitern, diese Rolle für die Welt zu übernehmen. Technische Entwicklung schreitet rasant voran, gesellschaftliche Entwicklung bleibt zurück. Nicht einmal Krieg und Kriegsgefahr konnten überwunden werden.
Als Kriegsenkel habe ich deshalb früh begonnen, auch hier auf Fehlersuche zu gehen. Über dreißig Jahre lang – ohne bis zum Kern vorzudringen. Irgendwann hatte ich fast aufgegeben. Erst als ich selbst in eine existenzielle Krise geriet, änderte sich etwas.
In einer solchen Situation holt man sich einen Berater.
Ich hatte einen sehr guten. Er sagte zu mir:
„Herr Buschbeck, Sie halten alle für blöd – sind aber selbst der größte Idiot.“
Was hätten Sie getan?
Solange es einem gut geht, weist man so ein Urteil zurück. Mir ging es aber gar nicht gut. Ich wusste kaum noch ein noch aus. Also habe ich etwas Ungewöhnliches getan: Ich habe mich ehrlich gemacht.
Wenn man mit so vielen scheinbar unlösbaren Problemen konfrontiert ist, dann ist man – unabhängig davon, wie schlau man sich hält – offensichtlich selbst Teil des Problems.
Ich wurde ehrlich über mein Selbstbild.
Über meine eigene Unperfektheit.
Und genau ab diesem Moment änderte sich etwas Grundlegendes.
Mein Leben besteht seither nicht mehr aus unlösbaren Problemen, sondern aus lösbaren Aufgaben. Eine ganz wunderbare Erfahrung, die ich nun weitergeben möchte:
Eine Reparaturformel für die Welt
Sie ist auf das Ganze gerichtet – und sie ist zugleich auf den Einzelnen anwendbar.
Schritt 1 – Ehrlich machen:
Ehrlich machen über die Realität unperfekter Teile, über die Unperfektheit der Menschen – und über die eigene Unperfektheit.
Schritt 2 – konstruktiv die Synergien suchen:
Synergie ist das bewährte konstruktive Prinzip, mit unperfekten Teilen und unperfekten Menschen umzugehen. Die Stärken des einen unperfekten Teils heilen die Schwächen des anderen. So funktioniert konstruktives Denken – und so erklärt sich der enorme Erfolg technischer Entwicklung.
Unsere Gesellschaft kann sich nach demselben Prinzip entwickeln. Auch die Vermeidung von Kriegen ist kein moralisches Ideal, sondern eine konstruktive Frage.
Synergiewirtschaft ist das Gegenteil von Kriegswirtschaft.
Schritt 2 setzt Schritt 1 zwingend voraus.
Ehrlich machen bedeutet nichts anderes, als Frieden mit der Realität zu schließen – mit der eigenen ebenso wie mit der gesellschaftlichen.
Und es ist der schwierige Teil der Formel – deshalb bringt ein Lied unseres fiktiven Kulturministers Gerhard Gundermann den Schlüssel so präzise auf den Punkt –
„Ich mache meinen Frieden – mit all den Idioten“.
Wenn Realität sichtbar wird, wird sie gestaltbar.
Sobald man sich ehrlich macht, kommt man in der Realität an. Und erst dann wird sichtbar, was zuvor unlösbar erschien. Nicht, weil es plötzlich einfach wäre, sondern weil es erstmals korrekt beschrieben ist.
Diese Webseite ist voller Begriffe, die bewusst mit Real beginnen – als Hinweis auf ihren Ausgangspunkt: die Realität des Unperfekten. Schauen Sie sich um und prüfen Sie, welche Gedanken sich aus dieser Perspektive für ganz unterschiedliche Bereiche ergeben.
Das Projekt – einschließlich der wissenschaftsnahen Unterlegung auf paradoxologie.info – befindet sich allerdings noch im Aufbau. Rund neunzig Prozent der Texte fehlen noch, und vieles von dem, was bereits sichtbar ist, stellt einen Arbeitsstand dar.
Auch die hier entwickelten Gedanken sind daher selbst noch deutlich unperfekt. Sie beanspruchen weder letzte Wahrheit noch Vollständigkeit. Aber sie sind offen für Weiterentwicklung.
Sobald man sich ehrlich gemacht hat über das Unperfekte – über Menschen, Systeme und auch über das eigene Denken – wird Mitgestaltung möglich. Genau dazu laden wir ein.
Wir freuen uns auf kritische Kommentare, auf Widerspruch und auf die damit verbundenen Anregungen. Denn auch Kritik ist eine Form von Ehrlichkeit – und damit ein Schritt in Richtung gestaltbarer Realität.
Und was, wenn wir uns über die eigene Unperfektheit nicht ehrlich machen wollen?
Dann tritt die Real-Krise auf den Plan.
Krise ist der Moment, in dem das Verdrängte dem Wunschdenken einen Besuch abstattet. Jede Krise wächst mit jedem Tag, an dem dieser Besucher ignoriert wird.
Dabei sollte man sich keine Illusionen über zwei einfache Tatsachen machen:
Erstens:
Ohne Krise bewegt sich nichts.
Zweitens:
Die Tiefe einer Krise ist ein Experiment über die Macht der Verdrängung im Verhältnis zu ihrem wachsenden Schmerz.
Die Synthese dieser beiden Beobachtungen ist nüchtern – und unbequem:
Das Konzept Synergiewende ist der Versuch, unvermeidliche Krisen nicht unnötig tief werden zu lassen.
Nutzen Sie für Ihre Krisen also künftig auch gern unseren Krisomat26
Statt Krisen – der EmoCheck26
Und wenn Sie aber zu den Menschen gehören, die eigentlich proaktiv eine Welt mitgestalten wollen, in welcher es erst gar keine Krisen gibt? Dann hätten wir hier künftig den wegweisenden EmoCheck26 anzubieten!