Realethik


Realethik als Synthese von Herz und Verstand

Die Realethik ist die ethische Konsequenz des Realhumanismus. Wenn der Mensch von dysfunktionalen moralischen Anforderungen entlastet werden soll, liegt eine Frage nahe. Bedeutet das das Ende von Moral und Ethik.

Darum geht es nicht. Jeder kennt den alten Satz von der paradoxen Gegensätzlichkeit von gut gemeint und gut gemacht. Oder das Bild vom Weg in die Hölle, der mit besten Vorsätzen gepflastert ist.

Was hier endet, ist nicht Moral, sondern ihre dysfunktionale Verwendung. Das gut Gemeinte taugt nicht als Wegweiser. Es taugt als Zielanzeige.

Das ständige Scheitern der Gesinnungsethik hat einen einfachen Grund. Sie stellt für die Wege die falsche Frage. Ein Weg muss zuerst geeignet sein, das Ziel überhaupt zu erreichen. Diese Frage ist keine moralische, sondern eine funktionale. Sie gehört in den Bereich der Verantwortungsethik.

Die Gesinnungsethik fragt, was wir wollen.
Die Verantwortungsethik fragt, was daraus wird.

Gesinnungsethik für die Ziele.
Verantwortungsethik für die Wege.

Oder einfacher gesagt.
Das Herz für die Ziele.
Den Verstand für die Wege
.

Das ist die Realethik der Synergiewende.